1. Punkt - Hüftdysplasie

 

HD bei Zwergmolossern kann man nicht sehen - aber sie tritt häufig auf - deshalb ist es die Verpflichtung aller Züchter dieser

Rassen- ihre Hunde auf Fehlstellungen der Hüften kontrollieren zu lassen. Leider gibt es bundesweit keine  vereinsübergreifende

Regelung.

HD selbst tut nicht weh - das was daraus entsteht wird zum schmerzlichen Lebensinhalt des Hundes ....

Bei vielen Rassen wurde durch Selektion betroffener Tiere HD-Freiheit im Laufe von 2 Jahrzehnten erreicht - das sollte auch bei

Zwergmolossern das Ziel sein.

 

 

2. Punkt -  Keilwirbel

( Quelle : Osteoporosezentrum-muenchen)

 

Keilwirbel sind Wirbelkörper, die sich nach unten bzw. nach oben hin verjüngen und ab einem bestimmten Grad einer solchen Veränderung als Keilwirbel eingestuft wird. Um Keilwirbel fest zu stellen, bedarf es einer röntenologischen Aufnahme der gesamten Wirbelsäule, bei der jeder einzelne Wirbel vermessen wird .  Diese Untersuchungen können nur von einem dafür ausgebildeten Arzt gemacht und ausgewertet werden.

Eine Studie in USA die an 350 Franz. Bulldoggen gemacht wurde ergab, dass über 95 % der Französischen Bulldoggen mit Keilwirbeln behaftet sind. Dies wurde innerhalb einer noch nicht  fertiggestellten Dissertation  der Uni Berlin in dieser Form bestätigt.

Ob eine Vererbbarkeit vorliegt und welche Folgeschäden bei Keilwirbeln zu erwarten sind, darüber hat die Wissenschalft noch keine ausreichenden Kenntnisse. Es liegt eine Studie der Hochschule  Hannover von 2009 vor, die von der Vererbbarkeit handelt.

Weiter existriert ein Referat von Prof. Dr. Telhelm unter http://www.dzrr.de/download/news/tellhelm_referat_rutenanomalien.pdf

Die Keilwirbelbildung kann, solange die Vererbbarkeit nicht bestätigt ist, nicht als rassespezifische Erkrankung beim Bulldog gewertet werden - es ist jedoch von größter Wichtigkeit, dass Hunde - vorallem Zuchthunde, auf das Vorhandensein von Keilwirbeln untersucht werden. Auch wenn wir noch recht wenig darüber wissen, kann es nur Nutzen für die gesunde Weiterzucht bringen - indem auch auf diesem Gebiet Selektion betrieben wird.  Denn auch ein später Anfang ist ein Anfang!

 

3. Punkt - die Ellbogendysplasie

Die Ellbogendysplasie (ED) ist eine chronisch verlaufende Erkrankung des Ellenbogengelekes und kommt überwiegend bei schnellwüchsigen Rassen vor - aber auch bei den Rassen, die in späterer Zeit eine ausgeprägte Schulterpartie und Vorderhand entwickeln, wie z.b. auch die franz. Bulldogge.  Die ED stellt eine polygen vererbte Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts dar und tritt meistens in ihren Anfängen im Alter von 4 - 8 Monaten auf - hier zeigt sie sich in schmerzhaften Veränderungen des Ellbogengelenks.. Hohes Körpermassewachstum und Fütterungsfehler sind weitere begünstigende  Faktoren.

Die Ellbogendysplasie ist in drei Erkrankungen des Ellenbogens aufzuteilen:

1. OCD (Ostechondrosis dissecans) Ursache  ist eine Knorpelwachstumsstörung mit mangelhafter Ausreifung, zum Beispiel durch eine zu hohe Wachstumsgeschwindigkeit.

2. FPC (Fragmentierter Processus cronoideus medialis) oder gebrochener Kronenfortsatz 

3. IPA (Isolierter Processus anconaeus) Beim Processus anconaeus  handelt es sich um einen Knochenvorsprung der Elle, dessen Wachstumsfuge im Alter von 16 bis 20 Wochen geschlossen sein sollte. Fehlt diese knöcherne Verbindung, liegt ein Krankheitsbild vor.

Da der franz. Bulldog zu den massiven Rassen zählt, sollte in diesem Zusammenhang unbedingt eine Übertypisierung vermieden werden, Welpen sollten langsam wachsen,nicht überfüttert werden und es sollten im Welpen - und Wachstumsalter übermäßige Sportaktivitäten - sowie auch Treppensteigen, bzw. hohe Sprünge vermieden werden . Durch den polygen vorhandenen Erbgang ist auch im Bereich der ED eine Untersuchung von späteren Zuchttieren unerläßlich.

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